Montag, 23. April 2012 - 10:32 Uhr
Mein härtester Wettkampf ever :

Nachdem ich die 400 Wattintervalle, beim Abschlusstraining am Samstag relativ locker getreten habe, sah ich dem Rennen grundsätzlich sehr zuversichtlich entgegen.
Die ersten Probleme taten sich allerdings recht rasch auf.
Um 05.30 Uhr in der Wechselzone angekommen, wollte ich voller Tatendrang meine eigens hergerichtete Scheibe aufpumpen. Schnell stellte sich heraus, dass die eingepumpte Luft, genau so, wieder aus dem Ventil austrat. Glück im Unglück, dass der russische Athlet mit der Start Nummer 14 neben mir, ein zweites Hinterrad mit hatte. Nach einigen Überredungskünsten stimmte er zu, es mir zu borgen. Nach der „Ummontage“ des Zahnkranzes war ich um 06.30 Uhr startklar.
Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit derartig verschlechtert, dass angedacht wurde, das Schwimmen abzusagen. 20 Minuten vor Start, dann doch die Entscheidung die volle Ironmandistanz auszutragen. Unter orkanartigen Windverhältnissen und Regenschauern fiel pünktlich um 07.00 Uhr der Startschuss. Als ich nach 32 Minuten die erste, von zwei Runden beendet hatte, wusste ich, das wird meine schlechteste Schwimmzeit seit Jahren. Es war ein Schwimmen ums Überleben. Durch den heftigen Wellengang hatte ich den Eindruck, gegen eine Gegenstromanlage zu schwimmen und nicht vom Fleck zu kommen. Nach 01:07 und einigen Schlucken Salzwasser stieg ich leicht benommen aus dem unruhigen Meer.
In der Wechselzone setzte sich meine Pechsträhne fort, indem ich mich ins Damenzelt verirrte. Beim zweiten Anlauf wurde ich dann richtig eingewiesen.
Kaum auf das Rad aufgestiegen, erfuhr ich von meinem Betreuer Thomas, von dem enormen Rückstand, den ich auf die Spitze „aufgerissen“ hatte. Mit so einem Rückstand habe ich eigentlich beim Schwimmen schon das Rennen verloren.
Also gab ich gleich mal ordentlich gas. Mit super Beinen fuhr ich die ersten dreißig Minuten mit 340 Durchschnittswatt. Als ich nach 60 km den mehrfachen Ironmansieger R. Tissink einholte, wusste ich, dass ich auf gutem Weg war. Leider hatten sich die Windverhältnisse nicht gebessert und durch meine Zipp 8008 war es fast unmöglich in Aeroposition zu fahren. Bei km 120 klappte dann die Eigenverpflegung nicht. Doppelt bitter, hatte mir der Wind am Beginn des Rennens meine eingepackten Riegel mitsamt der Tasche vom Rad gerissen. Es galt also, ohne Verpflegung durchzuhalten. Als es in meinen Fingern anfing zu kribbeln, musste ich Tempo rausnehmen, um es bis zur nächsten Labestation zu schaffen. Dort endlich angekommen, versorgte ich mich mit Bananen, Gels und Cola. Leider kostete mir diese Einlage mindestens 15 Minuten. Nach den verbliebenen dreißig Kilometern erreichte ich an elfter Stelle die Wechselzone.
Schon nach den ersten Kilometern machte sich die 5-wöchige Laufpause bemerkbar. Der immer noch sehr heftige Wind half auch nicht gerade dabei, ins Laufen zu kommen. Aber nach dem Motto, welches mir schon beim Jagdkommando eingetrichtert wurde: „niemals zurück“, war für mich klar, ich werde finnishen - und wenn es sein muss, auch zu Fuß. Bei km 16 überholte mich der Streckenrekordhalter und Vorjahressieger. Bei dem kurzen Versuch mitzugehen, meldete sich meine Beinhautentzündung, mit der ich seit Wochen kämpfe. Also kühlte ich bei jeder Labestation mit Eiswürfel, reduzierte das Tempo und kämpfe mich Kilometer um Kilometer dem Ziel entgegen. Die Zeit war mittlerweile unerheblich, es ging nur noch ums Durchkommen. Mit einem 5er Schnitt und 135 Puls galt es, den inneren Schweinehund zu überwinden. Trotzdem es meine zweitschlechteste Finnisherzeit war, der Zieleinlauf war gigantisch und ich freue mich auf diese Saison!!
Auch wenn die Verhältnisse echt extrem waren.
Ihm Vergleich der Vorjahressieger hatte 08:05 dieses Jahr 09:32!! Das sagt schon einiges.
Fazit :
Schwimmen: schwer einzuschätzen, da diese Verhältnisse wirklich Grenzwertig waren.
Rad: bis auf den Durchhänger hinsichtlich Verpflegung, sehr gute Leistung. Wenn ich die 150km herausfiltere, habe ich eine Durschnittwattleistung von 311! Sehr gut.
Laufen: ist nach 2 Jahren sehr wenig Lauftraining okay.
Auch wenn ich es nicht in die top ten und somit auch nicht zur Siegerehrung geschafft habe, bin ich nicht unzufrieden. Ich freue mich nun auf ein paar ruhigere Tage und im Anschluss daran, auf die nächsten Rennen der neuen Saison.
Außerdem bedanke ich mich bei allen, die am Livestream mitgefiebert haben und bei meinen Support TEAM, Thomas & Anhang für die tolle Betreuung während des Rennens.
Sonntag, 8. April 2012 - 22:18 Uhr
NOCH 14 Tage bis zum Ironman Südafrika

Ich kann es kaum erwarten, dass ich mich auf den Weg nach Südafrika mache und
endlich der Ironman stattfindet. Im Moment kommt es mir nämlich so vor, dass je
länger die Wartezeit ist, desto mehr gegen mich läuft und diesen Kreis gilt es zu
durchbrechen.
Nach einer zunächst hervorragenden Vorbereitungsphase sind in der letzten Zeit immer
wieder kleinere Rückschläge und Wehwehchen aufgetreten. Der letzte Streich davon
trat in Form einer Beinhautentzündung auf, nach deren Diagnose mir von ärztlicher
Seite Laufverbot erteilt wurde. Dieses habe ich auch brav, wenn auch schweren
Herzens, eingehalten, doch nach einer 2-wöchigen Zwangslaufpause habe ich mich
entschieden, dass ich trotzdem beim Wiener Feuerwehrlauf antreten werde.
Es lief die ersten Kilometer alles perfekt - ca. 3:15 angelaufen - bis mich bei
Kilometer 3 im Wald ein Hund verfolgte. Anstatt auf die Strecke zu schauen, stürzte
ich über eine Wurzel und flog, wie man auf gut Wienerisch sagt, voll auf die
Goschn`.
Ca. 2 Minuten und einige Humpelversuche später beschloss ich das Rennen wieder
aufzunehmen. Nach einigen lockeren Kilometern versuchten Markus Reininger (Danke noch
einmal) und ich das Feld von hinten aufzurollen. Nach ca. 10 km spürte ich wieder
meine Beinhautentzündung und wir liefen das Rennen solide nach Hause.
Die nächste schlechte Nachricht folgte am nächsten Tag: die Beinhautentzündung ist
wieder akut und außerdem habe ich durch meinen Sturz zusätzlich eine Rippenprellung.
Seit einer Woche habe ich nun enorme Schmerzen, sodass ich es immer nur 30 Minuten
im Wasser aushalte.
Aus diesem Grund beschloss ich anstatt wie geplant2 Wochen sogar 3 Wochen zu tapen
und dadurch das Training zurückzuschrauben. Denn wie sagte schon mein alter Trainer
immer: "In den letzten Wochen (vor einem Wettkampf) kann man nur zuviel trainieren!"
Deshalb habe ich entschieden, dass ich bis zum Ironman nur noch einen 10er im Rahmen
des Abschlusstrainings laufen werde.
Insgesamt bin ich aus gesundheitlicher Sicht weiterhin guter Dinge, da ich seit
meiner schweren Bandscheiben-OP nicht mehr in so einer tollen Form war. Also cool
bleiben, pflegen, fokusieren und es am 22. April richtig krachen lassen.
Am heutigen Tag folgte der nächste Tiefschlag: mein neues ARGON E-118 Fahrrad kommt
leider zu spät. Dank meines Freundes Andreas "weiße Feder" Wagner gibt es auch in
dieser Angelegenheit eine kurzfristige Lösung. Andreas verzichtet für einige Zeit
auf seine Zeitfahrmaschine und borgt sie mir.
Zusätzlich hat unser SRM Team, speziell Doro, Mario, Stefan und Sebastian, es
ermöglicht noch rechtzeitig ein Rotor SRM zu schicken.
Auch Equipment-technisch ist für den Wettkampf also wieder alles im grünen Bereich.
Jetzt noch einmal am Wochenende ein hartes Training in der Höhe und dann sollte ich
bis 2 Wochen vor dem Ironman alle Hausaufgaben gemacht haben.
Obwohl ich aufgrund von leichten zeitlichen Restriktionen durch mein neues Xtralife
Optimierungscenter etwas weniger trainiert habe als geplant, bin ich sehr
zuversichtlich was die Wettkampfform betrifft.
In Port Elizabeth heißt es dann Punkte zu sammeln, um vielleicht doch gemeinsam mit
Lance Armstrong der Weltmeisterschaft am Start zu stehen.
Schurlinger
Freitag, 23. März 2012 - 09:39 Uhr
Kurzfristige Planänderung

Wie im vorigen Blog angekündigt, hatte ich für den Wettkampf am 11. März geplant, den 35er progressiv zu laufen und zwar mit 4:30/4:20/4:10/4:00/3:50 alle 7 km steigernd. Wenige Minuten vor dem Start hat mich jedoch Conny Köppler gefragt, ob ich sie auf der kürzeren 14 km Distanz unterstützen kann und ich sagte sofort zu, obwohl ich dadurch gezwungen war meinen Plan zu ändern.
Wir begannen die erste Runde mit 3:56 Schnitt und liefen dann bis 14 km mit 03:53 durch. Für die ersten 14 km haben wir dadurch lediglich 54:40 gebraucht.
Während Conny damit ihr Ziel erreicht hatte, habe ich auf einen Freund gewartet und zusammen liefen wir die dritte Runde in 04:05/04:00. Gegen Ende der 3ten Runde steigerte ich das Tempo noch auf 04:00 pro km.
Beim 30er hatte ich genau 2 Stunden, musste dem hohen Anfangstempo und dem starken Wind Tribut zollen und rannte die restlichen Kilometer im Schnitt mit 04:00-04:15.
Im Ziel nach 35 km gab es schlussendlich mehrere Gründe um zufrieden zu sein:
1. War es mit im Schnitt 04:03 eine super Trainingseinheit.
2. Bin ich seit meinem 11. Platz bei der Challenge Barcelona weder im Training noch im Wettkampf eine solche Distanz gelaufen.
3. Macht Laufen tatsächlich wieder Spaß.
An den nächsten Tagen konnte ich zwar aufgrund eines ausgeprägten Muskelkaters nicht laufen, aber die Vorbereitung auf den Ironman Südafrika mussten trotzdem weiter gehen. Es stand eine harte Woche mit 2 x Höhentraining und einmal Intervalle zwischen 4-6 mmol vor mir, was für mich als Laktatmuffel wirklich hart war.
Bis auf eine katastrophale Trainingseinheit beim Schwimmen am Freitag konnte ich diese Woche sehr hart und gut trainieren. Da mein Laktattest am Rad in der Woche zuvor so gut war, wurden die Trainingsbereiche sogar um 40 Watt erhöht. Das bedeutet für mich, dass ich bei den Grundlageneinheiten nicht mehr spazieren fahre, sondern wirklich hart für die nächsten Wochen in die Pedale treten muss.
Am Sonntag stand noch ein abschließender Halbmarathon auf dem Programm, den ich einmal in dieser Saison voll rennen wollte.
Bis jetzt waren alle Laufwettkämpfe perfekt und so dachte ich, dass ich nach meinen bisherigen kontrollierten 1:17 auf der sehr schnellen Wien Energie Strecke eigentlich 1:15 laufen können sollte. Damit würden mir nur noch 2 Minuten auf meine absolute PB-Zeit fehlen.
Aber manchmal geht einfach nichts. Wie am Vortag bei Rapid gegen Mattersburg war es eine Katastrophe. Ich hatte mich schon morgens nicht wohl gefühlt. Doch manchmal fühlt man sich schlecht, rennt dann allerdings umso besser und deshalb ging ich auch ambitioniert ans Werk.
Der erste Kilometer war okay – ich wollte mit ca.3:28-3:32 anlaufen – und mit 3:30 schon beinahe perfekt. Nach 2-3 km merkte ich jedoch, dass es heute überhaupt nicht geht. Bei Kilometer 5 haben mich die schnellsten Frauen überholt. Hier konnte ich zunächst mitlaufen, bin aber schon nach ca. 3 km abgerissen. Mit dem Puls, der auf 150 geklettert ist, sind auch die Durchgangszeiten auf 04:05 – 04:10 gestiegen.
Erst als mich bei Kilometer 13 Hannes PÒLAK einholte, auf mich einredete, aufbaute und motivierte, konnte ich wieder halbwegs im Wettkampf-Puls rennen und rannte mit ihm den Halbmarathon zu Ende.
Die Rundenzeiten :
Das einzige Positive an dem Wettkampf ist, dass ich mich nach einer wahrlich schrecklichen 2ten Runde wieder erfangen und die letzte Runde halbwegs gut nach hause gebracht habe.
Danke HANNES, du warst GOLDES wert.
Auch wenn es in den letzten Tagen Rückschläge gab, ist nach der heutigen MR fix.
Ich habe keinen Ermüdungsbruch sondern eine schwere Beinhautentzündung also wird nimmer viel gelaufen die nächsten Wochen.
Aber dem Start in 5 Wochen beim Ironman Südafrika steht nix im Weg.
Ein großes Dankeschön an die Sportordination und an Univ. Prof. Dr. Christian Gäbler für die TOPBETREUUNG.
Danke Christian…
Mittwoch, 7. März 2012 - 17:52 Uhr
TESTWOCHE und absolute Erholung!

Diese Woche steht unter zwei grundverschiedenen Gesichtspunkten. Einerseits gilt es
einige Leistungstests im IMSB zu absolvieren, andererseits muss nach dem
umfangreichen Trainingsprogramm der letzten Wochen auch regeneriert werden.
Es war ein toller Trainingsblock mit einigen guten Ergebnissen. So bin ich zum
Beispiel voll aus dem Training einen progressiven Halbmarathon bei windigen
Bedingungen gelaufen.
Außerdem hatte ich tolle Werte beim Höhentraining, obwohl ich zum ersten Mal
gezwungen war, weniger zu trainieren, als ich von meinem Trainer vorgeschrieben
bekommen habe. Ich war nämlich öfters gezwungen die dritte Trainingseinheit zu
kürzen oder ganz zu streichen, da ich für meine neue Firma XTRALIFE einige
Radvermessungen durchführen musste.
Nichtsdestotrotz fühle ich mich das erste Mal seit meiner schweren Verletzung wieder
in der Lage die meiste Zeit schmerzfrei zu trainieren und an alte Leistungen bzw.
Rekorde anzuschließen.
Es wird diesmal nicht mehr als 8 Stunden trainiert - also wirklich wenig - aber das
brauche ich auch, um vor dem Ironman Südafrika noch einmal Gas zu geben. Denn in der
"RUHE liegt die KRAFT"!
Die Taktik für den Wettkampf ist schon festgelegt: 5-3-2 Strategie.
Das heißt, beim Schwimmen muss die 5 stehen, beim Rad am SRM 3.. und beim Marathon
2:.. . Wenn dieses Erfolgsrezept aufgeht, sollte ich meine Spitzen-Platzierung von
Florida toppen können.
Ich habe mich schon lange nicht mehr soooooooo auf einen Wettkampf gefreut, denn es
waren 2 harte Jahre immer in Topform aber gleichzeitig immer mit Verletzungen.
Großer Dank selbstverständlich auch an das Cycling United Team, denn nächste Woche
kommt meine Rennmaschine ARGON E-118 ausgestattet mit einem ROTORSRM. Danach muss
ich nur noch die optimale Sitzposition einstellen, bevor ich es ausgiebig testen
kann.
In der Zwischenzeit stehen noch einige Läufe am Programm:
Zunächst am Wochenende ein 35 km Lauf progressiv gelaufen (04:30 - 03:50) und danach
beim Wien Energie Halbmarathon ist geplant eine Zeit von ca. 1:15 bei voller
Laufleistung zu erreichen.
Starts 2012
01.04. Feuerwehrlauf
22.04. Ironman Südafrika
27.04. Tage der Wahrheit
05.05. Obergrafendorf OD
22.05. 70.3 Ironman St.Pölten
02.06. Vienna City Triathlon HD
10.06. 5150 Ironman Klagenfurt
16.06. Vienna City Triathlon Staatsmeisterschaften OD
17.06. Neufeld OD
01.07. Ironman Austria
05.08. Krems Triathlon OD
07.08. Staatsmeisterschaften Paarzeitfahren
28.08. Podersdorf Staatsmeisterschaften LD
04.11. Ironman Florida
Donnerstag, 9. Februar 2012 - 13:02 Uhr
IRONMAN SÜDAFRIKA

Die ersten 12 Wochen vom Training in der noch jungen Saison sind vorüber und ich
kann zu meiner eigenen großen Freude sagen, dass es meinem Rücken so gut wie schon
lange nicht mehr geht.
Dadurch kann ich mich auch wieder verstärkt dem Lauftraining widmen und bin in den
letzten 10 Wochen mehr gelaufen als in den 2 Jahren davor. Der Lauf-Laktattest
bringt in Folge dessen ebenfalls hervorragende Werte und nährt die Hoffnung einen
Sub-3-Marathon im Ironman zu laufen.
Damit ich meine hochgesteckten Ziele für die nächsten 2 Jahre
"entweder einen Ironman zu gewinnen oder zumindest aufs Stockerl kommen"
auch tatsächlich erreiche, werden nicht nur im Training die besten Vorsätze
umgesetzt. Seit Jahresbeginn verzichte ich auf Fast Food, Salami-Pizza und Alkohol.
Wer mich besser kennt, weiß wie schwierig es für mich ist, diesen Lastern
abzuschwören, aber ich arbeite hart daran, dass ich es bis zum Ironman in Südafrika
durchhalte.
Es versteht sich von selbst, dass im Training mit derselben Konsequenz gearbeitet
wird und so habe ich meinem Schwimmtrainer versprochen, dass ich seine 8
Wochentrainingspläne zu 100 % umsetzen werde.
Flug und Unterkunft für den Ironman Südafrika habe ich bereits gebucht, damit ich
mich ab sofort neben meinem Geschäft ausschließlich aufs Training konzentrieren
kann. Insgesamt habe ich im Vergleich zu den letzten Jahren weniger Zeit und Energie
in die Vorbereitung investieren können, aber auch Kate Allen hat ihre größten
Erfolge mit 34 gehabt. Demzufolge wird das mein Jahr werden!
Ausserdem DANKE ich der Firma Cycling United für das echt geile ARGON E-118.
Schurlinger
Montag, 2. Januar 2012 - 11:45 Uhr
Ausblick 2012

Die Saison 2012
Mit dem Alter bzw. der Erfahrung wird man schlauer und so habe ich erst im November nach vollständiger Ausheilung meines Bruches mit dem Training begonnen. Das sind erst 7 Wochen und damit deutlich weniger als in den vergangenen Jahren zum selben Zeitpunkt.
Fix ist trotzdem, dass es meinem Rücken geht es besser als in den letzten 1,5 Jahren. Darüber hinaus muss ich eingestehen, dass die Ärzte anscheinend Recht hatten und ich durch meinen Start in Abu Dhabi wesentlich schwerer verletzt war, als ich lange Zeit gedacht habe.
Es ist zwar noch immer nicht perfekt, aber ich bin diese Woche zum ersten Mal seit 18 Monaten über 100 km gelaufen. Die Werte sind sehr gut, sogar besser als seit langem. Wesentlich ist vor allem die Erkenntnis, dass ich endlich wieder Laufen trainieren kann. Schließlich bin ich in den letzten beiden Jahren gerade einmal 459 km gelaufen.
Für die kommende Saison habe ich gemeinsam mit Harald Horschinegg, meinem Trainer, folgende Ziele definiert:
1. Top 5 Platzierung beim Ironman Südafrika
2. Top 5 Platzierung sowie bester Österreicher beim Ironman Austria in Klagenfurt
3. Sieg bei der österreichischen Staatsmeisterschaft in Podersdorf
Diese Vorhaben sind ambitioniert, aber absolut umsetzbar, obwohl ich durch mein Geschäft www.xtralife.xsport.at nebenbei gefordert werde. Trainingslager wird es nach derzeitigem Planungsstand keines geben, aber 2 Höhentrainingslager bei mir im Geschäft sind eingeplant.
Ich gehe voller Freude ins Neue Jahr und hoffe, dass ihr alle einen guten Rutsch ins Neue Jahr hattet. Ich wünsche euch allen ein(e) erfolgreiche(s) und verletzungsfreie(s) Saison/Jahr.
lg Georg
Samstag, 31. Dezember 2011 - 16:50 Uhr
Die lustigen Geschichten der NADA

Als Sportler hat es sich noch nie bewährt, wenn man Kontrollorgane kritisiert. Das sieht man sehr oft im Kleinen bei einzelnen Schiedsrichter-Tatsachenentscheidungen am Fußballfeld, aber genauso, obgleich viel seltener, wenn einzelne Sportler Kritik an Verbänden oder Institutionen üben. Für gewöhnlich tritt man selten offen gegen Kontrollorgane auf, da man stets mit negativen Folgen für die eigene Karriere rechnen muss.
Ich hatte bereits vor langer Zeit beschlossen, mich nie öffentlich zu Urteilen bzw. Entscheidungen der NADA zu äußern. Allerdings nicht, weil ich die NADA als Richterin über mein Schicksal sehe, sondern da viele es noch immer nicht verstehen, dass besonders ich für sauberen Sport eintrete. Wenn ich die NADA kritisieren würde, hieße es sofort, dass das ohnehin klar ist, dass ich gegen Dopingkontrollen und/oder Strafen bin.
Das genaue Gegenteil ist jedoch der Fall. Die grundsätzliche Existenz der NADA ist ungemein wichtig für den Sport in Österreich. Nicht nachvollziehen kann ich als Außenstehender die scheinbar einseitigen Urteile gegen einzelne Sportarten wie Rad fahren oder Langdistanz-Triathlon, während es seit 2006 keine Urteile in populären Sportarten gegeben hat.
Aktuell verstehe ich das Urteil gegen Michi Weiss nicht. Ich muss davon ausgehen, dass die Schiedskommission mehr in der Hand hatte, als die Anschuldigung, dass der betroffene Athlet im Jahr 2005 (!) etwas getan habe soll. Fakt ist jedoch, dass es keinen einzigen positiven Dopingtest von Michi Weiss gibt. Genau so wenig wie konkrete Vorwürfe in der letzten Zeit.
Es steht mir nicht zu zu beurteilen, ob die Sperre gerechtfertigt ist, oder nicht. Aber 6 (SECHS) Jahre nach einem angeblichen Vergehen eine 2-Jahres-Strafe auszusprechen, kann nicht richtig sein. Was hat man seit her gemacht? NICHTS!!! Warum gab es in all diesen Jahren keine Kontrollen, wenn schon ein Verdacht besteht.
Es sieht schon nach Willkür aus. Was kommt als nächstes? Heißt es irgendwann in einer Urteilsbegründung: „1983 im Kindergarten hat der Georg der Tante den Kaffee heimlich ausgetrunken und damals stand Koffein auf der Dopingliste.“
Ich kenne MW schon sehr lange und weiß wie hart er sehr seit jungen Jahren als Sportler arbeitet. Er ist einer der wenigen richtigen Profis und unser einziger Athlet im Ironman-Zirkus der Hawaii vielleicht gewinnen oder zumindest einen Top 5 Platz erreichen kann.
Und was macht man? Man sperrt ihn – ohne je einen Dopingtest mit positivem Ergebnis durchgeführt zu haben.
Im Jahr 2008 wurde ein Profifußballer aus der höchsten Liga in Österreich positiv getestet. Hat man ihn gesperrt? NEIN, weil obwohl Profi kann er ja schließlich nicht wissen, dass er dieses Medikament nicht nehmen darf.
In anderen Sportarten werden Sportlerinnen und Sportler nach dem Ende ihrer Karriere bestraft. Da dies gehäuft auftritt, muss ich mich fragen, ob davor etwas vertuscht oder jemand gedeckt wird.
Erst im abgelaufenen Jahr verweigert ein Schwimmer die Dopingkontrolle während des Trainings. Ein eindeutiges Vergehen nach den Anti-Doping-Richtlinien. Was passiert? Man spricht ihn frei! Begründung: „Es gab Kommunikationsprobleme.“
Ich möchte nicht wissen, was die Bevölkerung gedacht hätte, wäre das ein Radsportler oder ein Triathlet gewesen.
Ich frage mich immer, ob Triathlon und der Radsport so unwichtig sind oder hier andere Regeln gelten, sodass immer nur dort hart bestraft wird.
Besonders ärgern mich aber jene Sportkollegen und Medien, die MW immer gepuscht haben und sich jetzt über seine Sperre freuen. Kann ich mich freuen, wenn ich bei einem Ironman bester Österreicher werde und der beste ist nicht an den Startlinie?
Ich sage: „Seid kritisch! Verlangt Beweise! Bleibt sauber! Agiert fair!“ Darüber hinaus verlange ich, dass man der NADA endlich die Mittel gibt, dass sie in allen Sportarten ohne Rücksicht auf die Reputation kontrollieren kann.“
Dann feiert`s heute schön brav
No limits
Lg Georg
Mittwoch, 9. November 2011 - 23:10 Uhr
XTRALIFE – ERFOLGSSTRATEGIEN FÜR DEINEN AUSDAUERSPORT

XTRALIFE – ERFOLGSSTRAGIEN FÜR DEINEN AUSDAUERSPORT
Der menschliche Körper ist keine Maschine! Diese Erkenntnis musste auch in mir erst reifen. Noch vor einigen Jahren habe ich über Leute mit kleinen Wehwehchen gelacht, da ich bis zu meinem 30ten Lebensjahr beinahe gänzlich von Verletzungen verschont geblieben bin. Dementsprechend war es dann die harte Schule, die mich durch einige schwere Verletzungen, darunter Bandscheibenvorfälle und sogar einer Bandscheibenoperation im Jahr 2010, zu der Erkenntnis gezwungen hat, dass auch ich nicht unzerstörbar bin.
Rückblickend betrachtet waren es wohl die Trainingsjahre 2006-2008 in denen ich meinen Körper überbelastet habe. Insider wissen, was in dieser Zeit abgegangen ist und wie hart und erbarmungslos ich trainiert habe, um der ganzen Welt zu beweisen zu welchen Leistungen mein Körper von Natur aus schon immer im Stande war.
Heute weiß ich, dass man es nicht mit der Brechstange versuchen darf, denn schließlich haben wir alle nur ein Leben und einen Körper! Damit bei allem sportlichen Ehrgeiz der Körper nicht geschädigt wird und auch mit fortgeschrittenem Alter noch voll funktionsfähig bleibt, braucht es lediglich ein wenig Geduld und die richtigen Strategien für den Ausdauersport. Mittels optimaler Leistungsoptimierung kann das maximale Potential abgerufen und laufend erhöht werden, ohne den Körper Tag für Tag stückchenweise zu zerstören.
Aus diesem Grund gründete ich 2011 die Firma Xtralife, damit sich sportlicher Erfolg und der Genuss des Extra-Lebens nach dem Sport nicht ausschließen.
Wahren Fortschritt kann man nur erzielen, wenn man weiß was einen zurückhält.
Mit dem Konzept Xtralife steht deine sportliche Laufbahn unter einem guten Stern. Sowohl Einsteigern als auch Profisportlern bieten wir eine individuelle, professionelle und sympathische Betreuung (Extraleben).
Die von uns angebotenen Dienstleistungen und Produkte sind der Schlüssel zum Erfolg, setzen doch auch zahlreiche Hochleistungssportler immer wieder auf unser Know-How.
Xtralife bietet dir modernste Diagnostikverfahren, Geräte verschiedenster Methoden und eine individuelle Beratung durch gut ausgebildetes, motiviertes Personal mit langjähriger Berufserfahrung und viel Freude bei der Arbeit.
Unser Team kombiniert physiologische, orthopädische Einlagenversorgung.
Wir sind dein Ansprechpartner bei Schmerzreduktion, Regeneration und Leistungsoptimierung.
Im Fokus stehen immer deine Bedürfnisse, Fragen und Visionen.
Das Xtralife Team bietet:
+ Leistungsdiagnostik
+ optimale Trainingssteuerung
+ simulierte Flughöhe (Höhentraining)
+ 3D Sitzpositionsanalyse
+ SRM Systemverleih
+ SRM Center: Verkauf und Wartung
+ X-Sport Onlineshop
+ Firmenbetreuung
+ Radwerkstatt
www.xtralife.at
LG Georg
Sonntag, 23. Oktober 2011 - 21:42 Uhr
Der lustige Triathlonverband

Eigentlich wäre der heutige Blog der Vorstellung meiner neuen Firma Xtralife gewidmet gewesen, aber aus gegebenem Anlass, möchte ich die Gelegenheit nutzen und ein paar Worte zu einem aktuellen "Gschichtl aus dem Verband" loswerden.
Grundsätzlich war ich bislang der Meinung, die Langdistanzathleten seien dem Verband lästig bzw. nicht erwünscht, da es für diese Gruppe keine Förderungen gibt.
Dass mittlerweile allerdings auch auf den eigenen Nachwuchs losgegangen wird, der ohnehin nur sehr dünn gesät ist, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Leider ist es offensichtlich auch hier so, dass ausschließlich die "Ja und Amen-Sager" gefördert und unterstützt werden und somit langfristigen Erfolg vorweisen können. Wer eine eigene Meinung hat, oder gar noch Verbesserungsvorschläge bringt, wird in willkürlichen Akten eliminiert.
Zuerst lag die Vermutung nahe, Tanja wäre wegen ihrer Anmeldung beim ER & SIE Lauf mit dem, vom Verband geächteten, Swoboda gesperrt worden. Doch nein, der wahre Grund - disziplinäres Vergehen - ist noch viel lächerlicher.
Weil sich Trainer auf den Schlips getreten fühlen, wird man 2 Wochen vor der U23 WM einfach aus dem Verkehr gezogen?! Man hat alles diesen großen Wettkampf untergeordnet und wird dann, aufgrund irgendwelcher Machtspiele im Hintergrund, einfach gesperrt?!
So kann man auch junge, ambitionierte Talente zerstören.
Wobei es ja auf der anderen Seite, was ich 2006 am eigenen Leib spüren durfte, für die Liebkinder immer Sonderregelungen gibt. Und zwar in allen Bereichen.
Ich dachte, wir leben in einer Demokratie.
Im nächsten Blog dann die neuesten Info's zu meiner Shoperöffnung. Xtralife. Erfolgsstrategien für den Ausdauersport.
LG Schurlinger
Dienstag, 4. Oktober 2011 - 09:58 Uhr
echt geile Woche

Wie geplant und auch angekündigt habe ich die Zeit vor dem Saisonstart noch für eine
Reise nach Jülich genutzt. Grund war ein Besuch der Firma Schoberer Rad Meßtechnik
GmbH, vielen Begeisterten aus der Rad- und Triathlonszene bestens bekannt unter der
Abkürzung: SRM.
Nachdem ich bereits mehrmals mit Unterstützung von SRM sportliche Tests (zB Finden
der optimalen Position am Zeitfahrrad) durchführen durfte, stand diesmal nicht ich
als Sportler, sondern das Equipment im Vordergrund. Da ich zukünftig als Distributor
für SRM in Österreich tätig sein werde, haben mein Mechaniker und ich nicht nur das
Werk und das Team dahinter kennen gelernt, sondern auch viel Interessantes und
Wissenswertes mitgenommen, um mit SRM Service Leistungen unsere Kunden und Freunde
unterstützen zu können.
Ich bin noch immer überwältigt von meinen Eindrücken, die ich im Lauf der letzten
Tage gesammelt habe. Es war echt toll im SRM Werk. Jeder einzelne Kollege war nett
und entgegen kommend, und man spürt förmlich wie aus solch einem harmonischen Team
Spitzenprodukte hervorgehen. Seit 25 Jahren produziert das Unternehmen in ehrlicher
Handarbeit, vom Standort Deutschland aus für die ganze Welt. Mit dem Einblick in
diesen echt geilen Betrieb mit all seinem Know-how und der Präzision auf der einen
Seite und der Variabilität auf der anderen Seite, da man das System auf beinahe jede
Kurbel montieren kann, relativiert sich auch der Preis für das einzigartige SRM
System von knapp über 3000 Euronen.
Testet es, trainiert damit und ihr werdet meiner Meinung sein, denn ein nicht
leistungs-orientiertes Training ist heute eigentlich nicht mehr state of the art
oder überhaupt vorstellbar.
Da Schönheit im Auge des Betrachters liegt, kann man das zumindest meiner Meinung
nach zurzeit schönste Ding mittels diesem Link bewundern:
http://www.x-sport.at/default.asp?cat=0&sc=0&page=1&pid=292
Mit dem heutigen Montag startet die neue Saison für mich. Die erste frohe Botschaft:
mit 82 kg habe ich ein neues HÖCHST- bzw. KAMPFgewicht, wodurch mein Körper noch
leistungsfähiger sein sollte.
LG Schurlinger